Warum ich nach 10 Jahren mein Netzwerk verlassen habe

Manchmal gibt es im Leben Entscheidungen, die eigentlich ganz einfach erscheinen – und die uns trotzdem unglaublich schwerfallen. Besonders dann, wenn wir uns nicht von etwas Schlechtem trennen, sondern von etwas, das lange Zeit gut und wertvoll für uns war.

Genau so ging es mir mit meinem Businessnetzwerk.

Zehn Jahre lang war ich Teil dieses Netzwerks. Ich habe dort wunderbare Menschen kennengelernt, Selbstständige und Unternehmerinnen und Unternehmer, mit denen ich mich sehr verbunden gefühlt habe. Wir haben uns gegenseitig unterstützt, weiterempfohlen und dafür gesorgt, dass wir gemeinsam erfolgreicher wurden. Wir haben uns ausgetauscht und auch miteinander gefeiert.

Ich war wirklich gerne dort.

Und trotzdem tauchte irgendwann ganz leise eine Frage in mir auf:

Muss ich das eigentlich noch machen?

Wenn etwas Schönes plötzlich nicht mehr zum eigenen Leben passt

Diese Frage hat mich lange beschäftigt. Denn natürlich war das Netzwerk auch mit Verpflichtungen verbunden. Und irgendwann begann ich zu spüren, dass genau diese Verpflichtungen nicht mehr zu dem Leben passten, das ich heute führen möchte.

Trotzdem konnte ich nicht einfach sagen: „Dann höre ich eben auf.“

Dafür waren mir die Menschen viel zu wichtig. Die Kontakte waren über viele Jahre gewachsen und ich wusste natürlich auch, dass ich vieles vermissen würde.

Fast zwei Jahre habe ich gebraucht, bis ich wirklich bereit war, diese Entscheidung zu treffen.

Irgendwann habe ich angefangen, weniger darüber nachzudenken, was ich „eigentlich tun sollte“, und stattdessen mehr in mich hineinzuhören.

Was will ich noch?

Diese Frage ist für mich in meinem heutigen Lebensabschnitt sehr wichtig geworden.

Viele Menschen in meinem Alter sind längst in Rente oder im Ruhestand. Und ich habe mich gefragt: Muss ich wirklich weiterhin funktionieren und all die Verpflichtungen erfüllen, die ich mir irgendwann einmal vorgenommen habe?

Meine Antwort war irgendwann ganz klar:

Nein. Ich will nicht mehr nur funktionieren.

Ich möchte das tun, was mir Freude macht

Ich habe in meinem Leben unglaublich viel gearbeitet und Verantwortung übernommen. Es gab immer Aufgaben, Verpflichtungen und Menschen, für die ich da sein wollte und musste.

Ich war Ehefrau, Hausfrau und Mutter von zwei Kindern. Ich habe mein eigenes Büro aufgebaut und mich zusätzlich ehrenamtlich engagiert. Über viele Jahre bestand mein Alltag aus Arbeit, Verantwortung und Pflichten.

Und vieles davon habe ich gerne gemacht.

Aber darf etwas, das einmal richtig war, irgendwann trotzdem zu Ende sein?

Ich glaube: Ja.

Gerade wenn wir in den dritten Lebensabschnitt kommen, dürfen wir uns diese Freiheit nehmen.

Wir dürfen uns fragen:

Was tut mir heute noch gut?

Was macht mir wirklich Freude?

Was möchte ich vielleicht nicht mehr tun, nur weil ich es seit vielen Jahren so gemacht habe?

Bei mir war irgendwann dieser Moment da, an dem ich innerlich wusste: Jetzt ist gut.

Ich möchte meine Zeit heute stärker mit Dingen verbringen, die mir Freude machen und bei denen ich das Gefühl habe, auch anderen Menschen etwas mitgeben zu können.

Dazu gehören zum Beispiel meine Videos für Herbstblüte – selbstbestimmt wohnen und leben im Alter. Diese Arbeit erfüllt mich, weil ich damit Menschen in ihrem dritten Lebensabschnitt ermutigen kann, ihren eigenen Weg zu gehen.

Loslassen bedeutet nicht, undankbar zu sein

Das war vielleicht eine meiner wichtigsten Erkenntnisse.

Nur weil wir etwas loslassen, heißt das nicht, dass die Jahre davor falsch waren.

Ich bin dankbar für die zehn Jahre in meinem Netzwerk. Dankbar für die Menschen, die Begegnungen, die Unterstützung und all das, was wir gemeinsam erlebt haben.

Und natürlich vermisse ich Menschen daraus.

Aber gleichzeitig bin ich dankbar, dass ich den Mut gefunden habe, auf mein eigenes Gefühl zu hören und zu sagen:

Jetzt ist für mich die Zeit gekommen, etwas zu verändern.

Loslassen kann auch bedeuten, Platz zu schaffen. Platz für mehr Freiheit, für neue Ideen und für Dinge, die zu dem Menschen passen, der wir heute sind.

Und wo funktionierst du vielleicht noch?

Genau diese Frage möchte ich auch dir mitgeben:

Gibt es etwas in deinem Leben, das du schon seit vielen Jahren machst, obwohl du innerlich längst spürst, dass du es eigentlich nicht mehr möchtest?

Vielleicht ist es eine Aufgabe. Eine Verpflichtung. Ein Ehrenamt. Eine Gewohnheit. Oder etwas ganz anderes.

Du musst nicht alles weiterführen, nur weil du es immer getan hast.

Vielleicht darf gerade der dritte Lebensabschnitt die Zeit sein, in der wir öfter sagen:

Jetzt bin auch einmal ich dran.

Nicht aus Egoismus. Sondern weil unsere Lebenszeit kostbar ist.

Und weil wir diese Jahre mit möglichst viel Freude, Freiheit und Selbstbestimmung verbringen dürfen. 🌸


🎥 Mein Video zu diesem Thema

In meinem Video erzähle ich dir noch persönlicher, warum mir die Entscheidung nach zehn Jahren so schwergefallen ist und warum ich heute trotzdem froh bin, diesen Schritt gegangen zu sein.

👉 Hier kannst du dir das Video ansehen:

https://youtu.be/9aJZbjzKx3w

Ich freue mich, wenn du mir anschließend erzählst, ob du schon einmal etwas losgelassen hast, obwohl es lange ein wichtiger Teil deines Lebens war.


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🌸 Herbstblüte – weil auch der Herbst des Lebens eine Zeit zum Aufblühen sein darf.

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