Wie du vermeidest im Alter zu stürzen

Stürze im Alter vermeiden – wie du sicher auf den Beinen und selbstständig bleibst

Ein kleiner Teppichrand.

Eine Treppenstufe, die man übersieht.

Nachts schnell im Dunkeln ins Badezimmer.

Oder einfach ein Moment, in dem das Gleichgewicht nicht so mitspielt wie früher.

Ein Sturz ist schnell passiert.

Und gerade wenn wir älter werden, kann ein Sturz mehr verändern, als wir zunächst denken.

Vielleicht kennst du auch jemanden, bei dem genau das passiert ist:

Ein Mensch lebt selbstständig, geht einkaufen, trifft Freunde, kümmert sich um seinen Haushalt – und dann kommt dieser eine Sturz.

Plötzlich Krankenhaus.

Vielleicht eine Operation.

Reha.

Und auf einmal steht die Frage im Raum:

Kann ich danach wieder genauso selbstständig leben wie vorher?

Deshalb möchte ich heute über ein Thema sprechen, das mir für ein selbstbestimmtes Leben im Alter besonders wichtig erscheint:

Wie können wir Stürzen vorbeugen?

Stürze gehören nicht einfach zum Alter

Natürlich verändert sich unser Körper.

Die Muskelkraft kann nachlassen, das Gleichgewicht kann schlechter werden und manchmal werden wir unsicherer auf den Beinen.

Aber das bedeutet nicht, dass wir uns damit abfinden müssen.

Im Gegenteil.

Wir können selbst einiges dafür tun, möglichst lange sicher und beweglich zu bleiben.

Und das Schöne daran:

Wir können heute damit anfangen.

Nicht erst mit 85.

Nicht erst nach dem ersten Sturz.

Sondern dann, wenn wir noch fit und beweglich sind.

Der vielleicht größte Fehler: aus Angst weniger bewegen

Nach einem Sturz oder wenn wir uns unsicher fühlen, entsteht schnell Angst.

„Ich gehe lieber nicht mehr so viel raus.“

„Die Treppe nehme ich möglichst selten.“

„Spazierengehen ist mir inzwischen zu unsicher.“

Das klingt zunächst vernünftig.

Aber genau daraus kann ein Kreislauf entstehen.

Wir bewegen uns weniger.

Dadurch verlieren wir Muskelkraft.

Unser Gleichgewicht wird schlechter.

Wir werden noch unsicherer.

Und dadurch kann das Risiko für einen weiteren Sturz sogar steigen.

Deshalb lautet für mich eine der wichtigsten Botschaften:

Bleib in Bewegung.

Unsere Muskeln sind unsere Lebensversicherung

Ich gehe selbst gerne spazieren und ins Fitnessstudio.

Und für mich bedeutet Bewegung nicht nur, schlank oder fit auszusehen.

Es geht um etwas viel Wichtigeres:

Ich möchte möglichst lange selbstständig bleiben.

Aufstehen können.

Treppen steigen.

Meine Einkäufe tragen.

Spazieren gehen.

Mich sicher bewegen.

Und genau dafür brauchen wir unsere Muskeln.

Besonders wichtig sind dabei Beine und Rumpf.

Wir müssen deshalb im Alter nicht plötzlich Hochleistungssport betreiben.

Aber wir sollten unserem Körper regelmäßig zeigen:

Ich brauche dich noch.

Trainiere nicht nur Kraft – trainiere dein Gleichgewicht

Neben der Muskelkraft ist unser Gleichgewicht ganz entscheidend.

Und auch das lässt sich trainieren.

Es können schon kleine Übungen im Alltag sein.

Zum Beispiel sich – mit einer sicheren Haltemöglichkeit direkt daneben – auf ein Bein stellen.

Auf die Zehenspitzen gehen und wieder absenken.

Bewusst aufstehen und hinsetzen.

Oder entsprechende Balanceübungen in einem Kurs, beim Sport oder unter fachlicher Anleitung machen.

Wichtig ist natürlich:

Die Übungen müssen zu deiner persönlichen körperlichen Situation passen.

Es geht nicht darum, sich beim Training in Gefahr zu bringen.

Es geht darum, Schritt für Schritt sicherer zu werden.

Schau dir deine Wohnung einmal mit anderen Augen an

Sturzprävention findet aber nicht nur im Fitnessstudio statt.

Sie beginnt zu Hause.

Geh einmal bewusst durch deine Wohnung und frage dich:

Wo könnte ich hier stolpern?

Liegt irgendwo ein loses Kabel?

Gibt es Teppiche oder Teppichkanten, an denen du hängen bleiben könntest?

Ist die Badematte rutschfest?

Sind Flur und Treppen ausreichend beleuchtet?

Gibt es Türschwellen?

Läufst du manchmal nur auf Socken über einen glatten Boden?

Und wie sieht es nachts auf dem Weg zur Toilette aus?

Viele dieser Dinge erscheinen uns vollkommen harmlos.

Bis wir einmal daran hängen bleiben.

Besonders das Badezimmer verdient Aufmerksamkeit

Das Badezimmer ist ein Ort, an dem Wasser und glatte Oberflächen zusammenkommen.

Deshalb lohnt es sich, auch hier rechtzeitig über Sicherheit nachzudenken.

Rutschfeste Lösungen, Haltemöglichkeiten oder – wenn es irgendwann notwendig wird – ein Duschsitz können den Alltag sicherer machen.

Und auch hier gilt für mich:

Ein Hilfsmittel ist kein Zeichen dafür, dass wir unsere Selbstständigkeit verlieren.

Es kann genau das Gegenteil bedeuten.

Es hilft uns dabei, unsere Selbstständigkeit länger zu behalten.

Auch die richtigen Schuhe spielen eine Rolle

Manchmal sind es erstaunlich einfache Dinge.

Schlecht sitzende Schuhe können das Sturzrisiko erhöhen.

Und gerade zu Hause laufen viele Menschen gerne auf Socken herum.

Auf glatten Böden kann das jedoch schnell gefährlich werden.

Deshalb lohnt es sich, auch einmal ganz kritisch auf das eigene Schuhwerk zu schauen.

Sitzt der Schuh sicher?

Habe ich darin guten Halt?

Ist die Sohle rutschfest?

Kleine Veränderungen können einen großen Unterschied machen.

Wie gut sehe ich eigentlich noch?

Auch unsere Augen spielen eine wichtige Rolle.

Wenn wir Hindernisse oder Stufen nicht richtig erkennen, steigt natürlich die Gefahr zu stolpern.

Deshalb gehört für mich zum selbstbestimmten Älterwerden auch:

Nicht warten, bis etwas gar nicht mehr funktioniert.

Sehen überprüfen lassen.

Probleme ansprechen.

Und Lösungen suchen.

Denn Vorsorge bedeutet nicht, dass ich alt oder gebrechlich bin.

Vorsorge bedeutet:

Ich kümmere mich heute darum, dass ich morgen möglichst selbstständig bleiben kann.

Auch Medikamente können eine Rolle spielen

Ein Punkt, an den viele vielleicht zunächst gar nicht denken, sind Medikamente.

Bestimmte Medikamente können beispielsweise Schwindel, Müdigkeit oder einen niedrigen Blutdruck begünstigen und dadurch das Sturzrisiko erhöhen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass du Medikamente einfach absetzen solltest.

Aber wenn du häufiger Schwindel hast, unsicher auf den Beinen bist oder bereits gestürzt bist, solltest du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt darüber sprechen.

Vielleicht lohnt es sich, gemeinsam einmal alle Medikamente anzuschauen.

Was ist, wenn ich schon einmal gestürzt bin?

Vielleicht liest du diesen Beitrag und denkst:

Zu spät. Ich bin bereits gestürzt.

Nein.

Auch dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Warum bin ich gestürzt?

War es eine Stolperfalle?

War mir schwindelig?

Habe ich schlecht gesehen?

Fehlt mir Kraft?

Bin ich unsicher beim Gehen?

Oder kamen vielleicht mehrere Dinge zusammen?

Ein Sturz sollte für uns nicht automatisch bedeuten:

Jetzt muss ich mich weniger bewegen.

Vielleicht ist er vielmehr ein Anlass, sich Unterstützung zu holen und gezielt daran zu arbeiten, wieder sicherer zu werden.

Selbstbestimmt leben bedeutet auch, rechtzeitig vorzusorgen 🌿

Wir beschäftigen uns häufig erst mit solchen Themen, wenn etwas passiert ist.

Doch genau das möchte ich mit Herbstblüte verändern.

Ich möchte nicht darüber sprechen, was wir irgendwann nicht mehr können.

Ich möchte darüber sprechen, was wir heute tun können, damit möglichst vieles lange möglich bleibt.

Denn selbstbestimmt älter zu werden bedeutet für mich:

Ich kümmere mich um meine Kraft.

Ich kümmere mich um meine Beweglichkeit.

Ich schaue mir mein Zuhause kritisch an.

Ich nehme Veränderungen meines Körpers ernst.

Und ich hole mir Unterstützung, wenn ich sie brauche.

Nicht aus Angst.

Sondern weil mir meine Freiheit wichtig ist.

Mein kleiner Herbstblüte-Check für dich

Vielleicht gehst du heute einmal durch deine Wohnung und stellst dir fünf einfache Fragen:

1. Gibt es bei mir Teppiche, Kabel oder andere Stolperfallen?

2. Ist meine Wohnung – besonders nachts – ausreichend beleuchtet?

3. Habe ich im Badezimmer genügend Sicherheit?

4. Tue ich regelmäßig etwas für meine Muskelkraft und mein Gleichgewicht?

5. Wann habe ich zuletzt meine Augen, meine Medikamente oder wiederkehrenden Schwindel überprüfen lassen?

Vielleicht stellst du fest:

Bei mir ist schon alles ziemlich gut.

Wunderbar.

Vielleicht entdeckst du aber auch zwei oder drei Kleinigkeiten, die du sofort verändern kannst.

Dann fang genau dort an.

Denn unser Ziel sollte nicht sein, aus Angst vor einem Sturz immer vorsichtiger und unbeweglicher zu werden.

Ganz im Gegenteil.

Unser Ziel sollte sein, möglichst lange sicher, beweglich und voller Vertrauen durchs Leben zu gehen.


🎥 Mein Video: Stürze im Alter vermeiden

In meinem neuen Video spreche ich darüber, warum Stürze im Alter ein so wichtiges Thema sind und vor allem darüber, was wir selbst tun können, um unser Risiko zu verringern.

Es geht um Bewegung und Muskelkraft, Gleichgewicht, Stolperfallen in der eigenen Wohnung und die vielen kleinen Dinge, mit denen wir unseren Alltag sicherer gestalten können.

👉 Hier kannst du dir das Video ansehen:
https://youtu.be/cv5EXww_hXo

Und jetzt interessiert mich deine Erfahrung:

Bist du selbst schon einmal gestürzt oder hast du danach etwas in deinem Alltag oder deiner Wohnung verändert?

Schreib mir gerne unter dem Video in die Kommentare.

Vielleicht hast du sogar einen Tipp, der anderen Menschen dabei hilft, sicherer durch ihren Alltag zu gehen.


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💫 Herbstblüte – selbstbestimmt wohnen und leben im Alter

Herbstblüte begleitet dich mit Mut, Klarheit und Lebensfreude in deinem dritten Lebensabschnitt.

Mein Wunsch ist es, dich dabei zu unterstützen, deine Zukunft nicht dem Zufall zu überlassen, sondern frühzeitig darüber nachzudenken:

Was kann ich heute tun, damit ich morgen möglichst lange selbstständig leben kann?

Denn älter werden bedeutet nicht, dass wir immer weniger tun sollten.

Es bedeutet, gut für uns zu sorgen, unsere Möglichkeiten zu nutzen und unser Leben weiterhin selbst in die Hand zu nehmen.

🔔 Hier findest du Herbstblüte:

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Webseite: https://selbstbestimmt-altern.de/

🌿 Herbstblüte – weil auch der Herbst des Lebens eine Zeit zum Aufblühen sein darf.

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