Wie du dein Leben schnell um 180 Grad drehen kannst

„Dafür bin ich jetzt zu alt.“

„Mein Leben ist eben so gelaufen.“

„Was soll sich denn jetzt noch groß verändern?“

Kennst du solche Gedanken?

Gerade wenn wir älter werden, können wir schnell das Gefühl bekommen, dass die großen Entscheidungen unseres Lebens längst gefallen sind.

Die Beziehung ist, wie sie ist.

Der Beruf ist gelaufen.

Bestimmte Chancen sind vorbei.

Und manches hat eben nicht so funktioniert, wie wir es uns einmal vorgestellt haben.

Aber stimmt das wirklich?

Ich habe in meinem eigenen Leben erfahren:

Unser Leben kann sich noch einmal vollkommen verändern.

Und manchmal beginnt diese Veränderung nicht im Außen.

Sondern mit unseren Gedanken.

Leben wir wirklich selbstbestimmt?

Mein Kanal heißt Herbstblüte – selbstbestimmt wohnen und leben im Alter.

Aber was bedeutet „selbstbestimmt“ eigentlich?

Wir alle möchten selbst über unser Leben bestimmen.

Doch tun wir das wirklich?

Oder bestimmen manchmal unsere Gedanken viel stärker über uns, als uns bewusst ist?

„Das klappt sowieso nicht.“

„Ich habe immer Pech.“

„Die anderen haben es viel leichter.“

„Für mich kommt nie etwas Gutes.“

„In meinem Alter brauche ich damit nicht mehr anzufangen.“

Solche Gedanken können zu einem regelrechten Gedankenkäfig werden.

Wir denken sie immer wieder.

Und irgendwann halten wir sie für die Wahrheit.

Auch ich war in diesem Gedankenkäfig

Zwischen 2010 und 2018 habe ich persönlich sehr schwierige Jahre erlebt.

Meine Ehe funktionierte nicht mehr und ich wusste irgendwann, dass ich eine Entscheidung treffen musste.

2017 ging ich schließlich.

Und plötzlich war ich allein.

Neue Wohnung.

Neue Umgebung.

Viele Freunde waren nicht mehr da.

Gleichzeitig hatte sich auch beruflich mein Leben stark verändert.

Durch eine Gesetzesänderung war ein großer Teil meines bisherigen Geschäfts als Immobilienmaklerin weggebrochen.

Also musste ich auch beruflich noch einmal neu anfangen.

Ich machte eine weitere Ausbildung zur Wertermittlerin und versuchte, mir eine neue Existenz aufzubauen.

Natürlich hatte auch ich damals negative Gedanken.

Wie soll das alles weitergehen?

Schaffe ich das?

Warum passiert das alles gerade mir?

Doch irgendwann wusste ich:

Ich möchte so nicht weitermachen.

Ich wollte mein Leben um 180 Grad drehen

2018 nahm ich an einem Coaching teil.

Dort bekamen wir eine Aufgabe.

Unser Coach sagte sinngemäß:

Wenn ihr euer Leben innerhalb relativ kurzer Zeit um 180 Grad drehen möchtet, dann schreibt jeden Tag 66 Dinge auf, für die ihr dankbar seid.

66!

Meine erste Reaktion war ungefähr:

Wie bitte? Jeden Tag 66 Dinge?

Ich befand mich schließlich gerade nicht in einer Lebensphase, in der ich morgens aufstand und dachte:

Ach, ist mein Leben wunderbar!

Ganz im Gegenteil.

Und trotzdem hatte ich einen festen Willen.

Ich wollte mein Leben verändern.

Also beschloss ich, es auszuprobieren.

Jeden Abend 66 Dinge

Ich setzte mich jeden Abend hin und schrieb auf, wofür ich an diesem Tag dankbar war.

Am Anfang war das gar nicht so einfach.

Aber dann begann ich bei den kleinen Dingen.

Ich bin dankbar, dass ich gesund bin.

Ich bin dankbar, dass ich mobil bin.

Ich bin dankbar für eine warme Dusche.

Ich bin dankbar für ein gutes Essen.

Ich bin dankbar für schönes Wetter.

Ich bin dankbar für einen neuen Auftrag.

Und plötzlich stellte ich fest:

Es gibt unglaublich viel, was wir im Alltag überhaupt nicht mehr wahrnehmen.

Das vermeintlich Selbstverständliche ist nicht selbstverständlich

Ein Dach über dem Kopf.

Eine warme Wohnung.

Fließendes Wasser.

Eine Heizung, die funktioniert.

Genug zu essen.

Menschen, die uns mögen.

Die Möglichkeit, morgens aufzustehen und unseren Tag selbst zu gestalten.

Wir nehmen vieles davon als selbstverständlich hin.

Doch selbstverständlich ist es nicht.

Und genau das veränderte nach und nach meinen Blick.

Ich schaute nicht mehr nur darauf, was mir fehlte.

Ich begann wieder wahrzunehmen, was bereits da war.

Aus einer Aufgabe wurde ein ganzes Jahr

Am Anfang brauchte ich ziemlich lange, um meine 66 Dinge zusammenzubekommen.

Aber irgendwann ging es immer schneller.

Am Ende brauchte ich vielleicht noch 20 Minuten.

Und aus den geplanten drei oder vier Monaten wurde bei mir schließlich ein ganzes Jahr.

Ich habe Hefte vollgeschrieben.

Jeden Tag mit Datum.

Jeden Tag Dankbarkeit.

Und mit der Zeit bemerkte ich:

Etwas veränderte sich.

Zunächst einmal in mir.

Mein Blick auf mein Leben wurde ein anderer.

Ich nahm Chancen wieder wahr.

Ich lernte neue Menschen kennen.

Es kamen neue Aufträge.

Es entstanden neue Möglichkeiten.

Und plötzlich fühlte sich mein Leben wieder leichter und voller an.

Muss ich jetzt auch 66 Dinge aufschreiben?

Nein. 😊

Du musst morgen nicht mit 66 Punkten anfangen.

Vielleicht fängst du einfach mit drei Dingen an.

Drei Dinge, für die du heute wirklich dankbar bist.

Und bitte denke nicht, sie müssten groß oder außergewöhnlich sein.

Vielleicht war dein Kaffee heute Morgen besonders gut.

Vielleicht hat dich jemand angelächelt.

Vielleicht bist du eine schöne Runde spazieren gegangen.

Vielleicht hat die Sonne geschienen.

Vielleicht hat ein Mensch angerufen, von dem du lange nichts gehört hast.

Vielleicht bist du einfach dankbar dafür, dass du heute Morgen aufgestanden bist und diesen Tag erleben darfst.

Das Kleine zählt.

Dankbarkeit bedeutet nicht, Probleme schönzureden

Für mich bedeutet Dankbarkeit übrigens nicht, schwierige Dinge zu verdrängen.

Meine Probleme waren damals real.

Die Trennung war real.

Die beruflichen Schwierigkeiten waren real.

Die finanziellen Sorgen waren real.

Dankbarkeit bedeutete für mich nicht:

Alles ist wunderbar.

Sondern:

Neben all dem Schwierigen gibt es auch Gutes in meinem Leben – und ich entscheide mich, dieses Gute wieder wahrzunehmen.

Das ist ein großer Unterschied.

Selbstbestimmung beginnt auch im Kopf

Heute bin ich von Herzen dankbar für vieles, was ich erleben und erreichen durfte.

Auch für manche schwierige Zeit.

Nicht, weil ich sie noch einmal erleben möchte.

Sondern weil ich weiß, dass ich sie überwunden habe.

Und genau deshalb erzähle ich dir davon.

Ich möchte dir Mut machen.

Denn selbstbestimmt zu leben bedeutet für mich auch, Eigenverantwortung zu übernehmen.

Nicht alles in unserem Leben können wir beeinflussen.

Aber wir können beeinflussen, wie wir mit vielem umgehen.

Wir können entscheiden, welchen Gedanken wir jeden Tag Raum geben.

Und wir können uns fragen:

Worauf möchte ich meinen Blick richten?

Was wäre, wenn du heute damit anfängst? 🌿

Vielleicht gefällt dir dein Leben gerade nicht besonders.

Vielleicht bist du unzufrieden.

Vielleicht ist etwas weggebrochen.

Vielleicht musst du dich nach einer Trennung, einem beruflichen Ende oder einer anderen Veränderung völlig neu orientieren.

Dann möchte ich dir sagen:

Deine heutige Situation muss nicht deine endgültige Situation sein.

Auch mit 60 nicht.

Auch mit 70 nicht.

Und auch mit 80 nicht.

Du kannst anfangen, Dinge zu verändern.

Vielleicht nicht alles auf einmal.

Aber Schritt für Schritt.

Und ein erster kleiner Schritt könnte heute sein:

Nimm dir heute Abend ein Blatt Papier und schreibe drei Dinge auf:

🌿 Wofür bin ich heute dankbar?

Mach es morgen wieder.

Und übermorgen.

Und beobachte einmal, was passiert.

Nicht nur um dich herum.

Sondern vor allem in dir.

Denn manchmal beginnt ein neues Leben mit etwas ganz Kleinem:

einem neuen Gedanken.


🎥 Mein Video: Wie ich mein Leben um 180 Grad gedreht habe

In meinem neuen Video erzähle ich dir, wie ich nach einigen der schwierigsten Jahre meines Lebens begonnen habe, meine Gedanken und meinen Blick auf mein Leben zu verändern.

Ich erzähle von meiner persönlichen Dankbarkeitsübung, warum ich tatsächlich jeden Tag 66 Dinge aufgeschrieben habe und was sich dadurch für mich verändert hat.

👉 Hier kannst du dir das Video ansehen:
https://youtu.be/EjQq-euM8tk

Und jetzt würde ich gerne von dir wissen:

Wofür bist du heute dankbar?

Schreib mir gerne drei Dinge unter das Video in die Kommentare.

Vielleicht entsteht dort eine ganze Sammlung kleiner Dinge, die uns zeigen, wie viel Schönes wir im Alltag manchmal übersehen. 🌿


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Herbstblüte begleitet dich mit Mut, Klarheit und Lebensfreude in deinem dritten Lebensabschnitt.

Mein Wunsch ist es, dich daran zu erinnern:

Dein Alter entscheidet nicht darüber, ob du dich noch verändern darfst.

Du kannst neue Gedanken entwickeln.

Neue Entscheidungen treffen.

Neue Wege gehen.

Und vielleicht dein Leben noch einmal in eine Richtung drehen, die viel besser zu dir passt.

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